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Die 5 Schlafphasen – Was passiert im Schlaf?

Schlaf erneuert uns – sowohl körperlich als auch geistig. Gedanken werden geordnet, Erlebtes und Erlerntes wird abgespeichert und wichtige Informationen im Langzeitgedächtnis abgelegt.

Schlaf lässt sich in folgende 5 Phasen einteilen:

1. Einschlafphase

Wie der Name schon vermuten lässt, ist der Schlaf in dieser ersten Phase noch sehr leicht. Selbst kleine Störungen können zum Aufwachen führen. Der Körper entspannt sich zunehmend und die Muskelaktivität verlangsamt sich.

2. Leichtschlafphase

In dieser Phase kommt der Körper weiter zur Ruhe. Die Atemzüge verringern sich, die Atmung wird tiefer und der Pulsschlag verringert sich. Zudem sinkt auch die Körpertemperatur leicht ab.

3. & 4. Tiefschlafphase

Diese Phase ist physisch und psychisch  die erholsamste und somit auch die Wichtigste. Die Muskel-und Hirnaktivität sinkt auf ein Minimum herab, die Herzfrequenz verlangsamt sich weiter und die Körpertemperatur bleibt gesenkt. Hier ist es entsprechend schwierig, jemanden wach zu bekommen.  Es kann in dieser Phase auch zum Schlafwandeln kommen.

5. REM-Phase (auch Traumschlafphase)

Die Abkürzung REM kommt aus dem englischen und steht für „rapid eye movement“, denn charakteristisch für diese Phase sind die schnellen Augenbewegungen unter geschlossenen Liedern. Hier wird am intensivsten und längsten geträumt. Die Muskulatur ist komplett entspannt, damit die geträumten Bewegungen nicht tatsächlich ausgeführt werden.

In der Regel werden wir bereits um drei oder vier Uhr morgens das erste Mal wach, jedoch ohne es zu merken. Wir schlafen direkt wieder ein, doch der Körper bereitet sich bereits auf das Wachsein vor. Der Magen wird stärker durchblutet und wir werden hungrig. Auch die Körpertemperatur steigt allmählich.

Ablauf der Schlafphasen

Auf unseren Gesamtschlaf verteilt machen die einzelnen Schlafphasen etwa folgende Anteile aus:

Einschlaf: 4-6%
Leichtschlaf: 45-55%
Tiefschlaf: 15-20%
REM-Schlaf / Traumschlaf: 20-25%

Mit dem Älterwerden ändern sich auch die Schlafphasen

Die Tiefschlafphase wird immer kürzer und die REM-Phase erreichen wir irgendwann gar nicht mehr. Wir werden zu Kurzschläfern und das Nickerchen am Mittag wird immer attraktiver

Wie verändern sich unsere Schlafzyklen über Nacht?

Je nach Schlafzeit werden die fünf Schlafphasen vier-fünf Mal in einer normalen Nacht durchlaufen. Ein Zyklus dauert im Schnitt ca. 90 Minuten. Bildlich gesprochen kann man sich die Schlafphasen gut als Treppe vorstellen. Je höher man die Treppe hinaufsteigt, desto tiefer und entspannter wird der Schlaf. Charakteristisch für den ersten unserer Schlafzyklen ist eine besonders lange Tiefschlafphase – diese kann bis zu einer Stunde dauern – ebenso wie eine nur kurze REM-Phase (ca. 10 Minuten).

Danach wird die Tiefschlafphase bei jedem Zyklus immer kürzer, die REM-Phase hingegen verlängert sich stetig. In der Regel haben wir ab dem dritten Zyklus kaum mehr Tiefschlafphasen, sondern verbringen die meiste Zeit in der REM –Phase.

Was passiert, wenn die Schlafphasen gestört sind?

Im Durchschnitt wacht ein Erwachsener 10-30 pro Nacht kurz auf. Sofern man innerhalb von 2-3 Minuten wieder einschläft ist es völlig normal. Meistens kann man sich morgens nicht einmal mehr an die kurzen Wachphasen erinnern.

Bei Schlafstörungen können die verschiedenen Phasen gestört sein und somit gerät der normale Schlafzyklus durcheinander. Besonders häufig ist die Einschlafphase einfach zu lang und man findet redensartlich nicht in den Schlaf. Lange Wachphasen, besonders in der Tiefschlafphase machen sich morgens bemerkbar. Einerseits fällt das Aufstehen schwer und zudem fühlt man sich physisch und psychisch erschöpft.

Neben diesen recht konstanten Schlafrhythmus  hat aber jeder Mensch sein eigenes Schlafprofil. Somit können die Schlafphasen auch entsprechend kürzer oder länger sein und trotzdem hat man einen erholsamen Schlaf.

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