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Gibt es einen idealen Schlafrhythmus?

Schlafen ist die wichtigste Regenerationsform des Menschen. Die Faustregel „der Mensch benötigt etwa acht Stunden Schlaf pro Tag“ hat wohl jeder schon gehört und als statistischer Gesamtdurchschnitt kommt es wohl auch einigermaßen hin. Die moderne Schlafforschung beantwortet die Frage nach dem Schlafbedürfnis allerdings nicht mehr so pauschal, sondern zunehmend differenzierter. Zum Beispiel sind Schlafgewohnheiten auch stark kulturell geprägt.

Die Geschichte des Schlafes

In der Geschichte des Schlafes markiert die Industrialisierung einen entscheidenden Wendepunkt. Der davor übliche Mittagsschlaf wurde sozusagen wegrationalisiert. Die heute bei uns weitestgehend verbreitete Monophasen-Schlafkultur wurde zu dieser Zeit maßgeblich begründet.

Frederick Winslow Taylor war ein US-amerikanischer Ingenieur und Mitbegründer der sogenannten Arbeitswissenschaft. Unter anderem stammt von ihm das Scientific Management. Seine Lehre basiert auf Zeit- und Arbeitsstudien sowie deren Umsetzung in geplante Abläufe. Vereinfacht gesagt, wurde im Rahmen dieser Umsetzung der Faktor Schlaf nur noch für die Nachtstunden angenommen.

Andere Gesellschaften und der Schlaf

Historisch und kulturell gesehen ist unser Einphasenschlaf – anders als häufig angenommen – keine physiologische Norm, sondern eher die Ausnahme. In anderen Kulturen ist die Mittagsschlafkultur weit verbreitet.

In der Siesta-Kultur gibt es neben dem Schlaf in der Nacht eine zweite Ruhephase um die Mittagszeit. Nicht jeder schläft, aber das gesellschaftliche Leben macht eine Pause. Traditionell wird die Siesta in Spanien und einigen südamerikanischen Ländern gepflegt – auch um die einsetzende Mittagshitze zu umgehen. Allerdings muss zollt auch diese Tradition der Globalisierung Tribut. Die Zahl der Mittagsschläfer geht in diesen Ländern stetig zurück.

Die größte Ausnahme dürfte China darstellen. Hier wird der Mittagsschlaf sogar durch die Verfassung geschützt. Der damalige Vorsitzende der kommunistischen Partei Mao Zedong hat in den 1950er Jahren das Recht des arbeitenden Volkes auf das Ausruhen in Artikel 49 festschreiben lassen.

Mittagschlaf, Nickerchen und Powernap

Nahezu jeder wird regelmäßig von Gähn-Attacken überfallen. Dabei ist es egal, wie lange wir nachts geschlafen haben. Die Mittagsmüdigkeit kommt bestimmt. Dieses innere Bedürfnis nach biphasischem Schlaf wird in vielen Studien belegt. Die Auswirkungen eines Mittagsschläfchens sind durchweg positiv: Die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit erhöht sich und das allgemeine Wohlbefinden wird ebenfalls erhöht. Außerdem wurden positive Entwicklungen im Zusammenhang mit Alzheimer und bestimmten Herzerkrankungen festgestellt.

Ein berühmter Verfechter des Mittagsschlafs ist Winston Churchill. Er achtete stets darauf, dass seine Kabinettssitzungen nicht mit seinem Mittagsschlaf kollidierten. Heutzutage nehmen immer mehr Leistungssportler den Mittagsschlaf in ihren Tagesplan mit auf. Diese kleinen Nickerchen nehmen mittlerweile einen ähnlich hohen Stellenwert ein wie das Training.

Wenn man eine Nacht durchmacht, sinkt die Aufnahmefähigkeit um bis zu 40%, da das Gehirn bei akutem Schlafmangel bestimmte Regionen abschaltet. Unser Gehirn benötigt außerdem Schlaf, um das Kurzzeitgedächtnis zu leeren und Platz für neue Informationen zu schaffen. Ein Mittagsschlaf ist also eine gute Alternative, um das Gehirn wieder fit für den Nachmittag zu machen.

Weitere prominente Beispiele

Die positiven Auswirkungen einer Mittagsruhe haben über die Jahrhunderte viele große Geister für sich genutzt. Darunter zum Beispiel Albert Einstein, Leonardo da Vinci, Johann Wolfgang von Goethe, Johannes Brahms, Isaak Newton, Benjamin Franklin, J.D. Salinger, Karl der Große, Konrad Adenauer, Thomas Mann, Leo Tolstoi, Hans Dietrich Genscher, Margret Thatcher, Helmut Kohl und Bill Clinton.

Verschiedene bekannte Schlafrhythmen

  1. Monophasisch
    Hierbei handelt es sich um den in unseren Breitengraden üblichsten Schlafrhythmus eines erwachsenden Menschen. Es werden täglich 6 bis 8 Stunden am Stück geschlafen. Somit bleibt eine Wachphase von 16 bis 18 Stunden.Die weiteren Rhythmen zählen alle zum polyphasischen, also zum mehrphasischen Schlaf.
  2. Biphasisch
    Am häufigsten wird hier der Schlaf in etwa 6 bis 7 Stunden Nachtschlaf und einen kurzen Mittagsschlaf von ungefähr 20 Minuten aufgeteilt. Dies soll dem Mittgastief, das häufig auch ohne schweres Essen kommt, entgegenwirken.
  3. Triphasisch
    Hier schläft man dreimal täglich für ca. 1,5 Stunden. So kommt man auf eine Gesamtschlafdauer von nur 4,5 Stunden.
  4. Everyman
    In der Hauptschlafphase schläft man 3 Stunden. Ergänzt werden diese drei Stunden mit 2 bis 4 Schlafpausen, die nicht länger als 20 Minuten sein sollen.
  5. Dymaxion
    Dymaxion ist die Abkürzung für „DYnamic MAXimum tensION“ was übersetzt „dynamische, maximale Spannung“ bedeutet. Hierbei gibt es keine Hauptschlafphase, sondern vier halbstündige Nickerchen. Diese sollen genau alle sechs Stunden erfolgen.
  6. Uberman
    Die Gesamtschlafdauer wird lediglich auf 2 Stunden reduziert. Bei diesem Schlafrhythmus schläft man alle 4 Stunden für 20 Minuten. Somit hat man über den Tag verteilt 6 kurze Schlafphasen.

Nicht alle der genannten Schlafmodelle sind sinnvoll und werden teilweise nur von selbsternannten Lebensoptimierern propagiert.

Warum schlafen?

Schlaf hilft bei der Regeneration und stärkt das Immunsystem. Er hilft beim Lernen und kann uns Geistesblitze bescheren. Oft sind wir in Bezug auf Schlaf etwas achtlos. Das liegt unter anderem daran, dass Schlafmangel nicht in der Form wahrgenommen wird, wie er wirkt. Wer gesund leben möchte, sollte auch für ausreichend Schlaf sorgen. Dies kann man ritualisieren wie Zähneputzen.

Worauf sollte man schlafen?

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