Latexmatratzen in der Übersicht:
Was muss beim Kauf beachtet werden?

Matratzen mit Latex gehören zu den hochwertigsten Matratzen. Es gibt Latexmatratzen in unterschiedlicher Qualität und Art. Wir nennen Ihnen die Vor- und Nachteile von Latexmatratzen und sagen, worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Was zeichnet eine Latexmatratze aus?

Latexmatratzen bieten eine sehr gute Punktelastizität und eine erstklassige Anpassung an die Körperkonturen. Weitere Qualitätsmerkmale sind Atmungsaktivität und Hygiene. Doch Latex ist nicht gleich Latex. So gibt es Matratzen aus synthetischem Latex und aus natürlichem Latex. Gerade Matratzen aus Naturlatex bieten ein besonders hohes Raumgewicht und damit eine hohe Formstabilität und Lebensdauer. Vergleicht man zum Beispiel Kaltschaum und Latex bezüglich des Raumgewichts, dass Latex hier in Regionen spielt, die Kaltschaum kaum bieten kann. Eine gute Kaltschaummatratze beginnt bei einem Raumgewicht von 40 kg/m³. Latexmatratzen bieten 70 kg/m³ und mehr. Dadurch erreichen sie eine deutlich bessere Punktelastizität und – aufgrund des geringeren Luftanteils – eine längere Lebensdauer.

Kaltschaum Bruno Matratze

Wie wird Latex hergestellt?

Hergestellt werden Latexmatratzen durch die sogenannte Vulkanisation. Dabei wird Kautschuk (oder auch Gummi) unter Druck und der Zuführung von Hitze elastisch und widerstandsfähig gemacht. Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen zwei Verfahren:

Das Dunlop-Latex Verfahren

Das Dunlop-Latex Verfahren kommt am häufigsten für die Herstellung von Latexmatratzen zum Einsatz. Entwickelt wurde es bereits in den 1920er Jahren. Der zähe Latexrohstoff wird mit verschiedenen Zusatzstoffen versetzt und anschließend mit Luft aufgeschäumt – ähnlich wie beim Sahne schlagen. So entsteht ein stabiler, aber noch flüssiger Schaum. Das Raumgewicht des Latexkerns wird durch die zugeführte Luftmenge bestimmt. Je mehr Luft, desto geringer das Raumgewicht. Die eingeschlossenen Luftbläschen sorgen für die für Latexkerne typische offenporige Zellstruktur. Anschließend wird der Latexschaum in eine Form mit Heizstiften gegossen. Die Heizstifte sorgen für eine gleichmäßige Hitzeverteilung. In dieser Form wird der Latexschaum mithilfe von Wasserdampf und den Stiften gebacken. Der so entstehende Latex wird auch Stiftlatex genannt.

Herstellung Latex Matratze

Der im Dunlop-Verfahren hergestellte Latex ist aufgrund des geringeren Energieaufwands umweltschonender als Talalay-Latex.

Das Talalay-Latex Verfahren

Dieses Verfahren wurde rund 10 Jahre nach dem Dunlop-Verfahren entwickelt und ergänzt es um zwei Vorstufen beim Vulkanisierungs-Vorgang. Daher wird es auch als „erweitertes Dunlop-Verfahren“ bezeichnet. Das Talalay-Verfahren gilt als aufwendigstes und somit teuerstes Herstellungsverfahren für Latex. Allerdings ist der Energieaufwand auch erheblich höher.

Die Latexrohstoff-Mischung wird nur leicht aufgeschlagen und in eine Form mit Metallstiften gegossen. In der Form wird ein Vakuum erzeugt, wodurch sich die Latexmischung optimal verteilt. Anschließend wird die Masse in der Form auf etwa -30° C schockgefroren. Durch dieses Frosten bleibt die runde Form der Zellmembranen erhalten, auch wenn sie teilweise aufbrechen. Dadurch entsteht wieder die typische, offenporige Struktur der Latexkerne.

Schließlich wird durch die Stifte eine Mischung aus Kohlendioxid und Luft in die Form gepumpt, wodurch die Latexmasse geliert und eine gewisse Vorfestigkeit erhält. Jetzt wird die Form auf 115° C erhitzt und somit die Vulkanisierung eingeleitet. Der Matratzenkern verfestigt und hält seine endgültige Form. Zum Schluss wird der Latexkern aus der Form genommen, gewaschen und getrocknet.


Für wen ist eine Latexmatratze geeignet?

Matratzen aus Latex eignen sich für jeden Schlaftyp – egal ob Rücken-, Bauch- oder Seitenschläfer. Generell gelten Latexmatratzen eher als wärmend. Doch gerade Naturlatexmatratzen können auch für Leute, die zum Schwitzen neigen, geeignet sein, da sie die Feuchtigkeit aufnehmen und vom Körper wegtransportieren. Am Tag geben Sie die aufgenommene Feuchtigkeit wieder ab. Außerdem sorgt hochwertiger Naturlatex für eine gute Druckentlastung, was besonders bei Rückenproblemen oder Verspannungen zur Linderung beitragen kann. Menschen, die lieber weich liegen, dürften sich auf einer Matratze aus reinem Latex pudelwohl fühlen. Schläfer ab 100kg könnten die gleiche Matratze als eher zu weich empfinden und sind besser mit einer Matratze bedient, die neben einer Latexschicht über einen härteren Kern aus einem anderen Material (z.B. Kaltschaum) verfügt.


Latexmatratzen überzeugen mit einer Reihe Vorteilen. Doch auch die Nachteile sollen nicht verschwiegen werden

Punktelastizität ist die Königsdisziplin der Naturlatexmatratze. Hier punktet sie gegenüber synthetischen Spezialschäumen wie zum Beispiel Memoryschaum. Durch ihr hohes Raumgewicht spielt sie auch beim Thema Haltbarkeit sehr weit vorne mit.


Die Vorteile der Latexmatratze im Einzelnen:

  • Geeignet für Allergiker: Starke Allergiker sind besonders gegen Hausstaubmilben allergisch. Denn Latexmatratzen bieten den kleinen Spinnentieren keinen geeigneten Lebensraum, was dazu führt, dass diese nahezu eliminiert werden.
  • Ruhe im Schlaf: Keine störenden Quietsch- oder Knarzgeräusche, wie sie zum Beispiel bei manchen Federkernmatratzen auftreten können. Gerade für Aktivschläfer ist das ein großer Vorteil.
  • Lange Haltbarkeit: Hochwertige Latexmatratzen können bis zu 10 Jahren halten. Dann sollten Sie aber auch aus hygienischen Gründen ausgetauscht werden.
  • Hygienisch sauber und guter Feuchtigkeitstransport: Matratzen aus Naturkautschuk garantieren eine gute Belüftung. Die Körperfeuchtigkeit wird aufgenommen und am Tag wieder abgegeben, so bleibt die Hygiene erhalten.
  • Stiftung Warentest sieht Latexmatratzen vorne: Gute Latexmatratzen weisen eine lange Haltbarkeit auf und würden für alle Körperformen und -größen passen, unabhängig von der Schlafposition, so die Stiftung Warentest.

Folgende negativen Aspekte sollte man trotzdem beachten:

  • Zwischen Latexmatratzen und Naturlatexmatratzen wird meist nicht genau differenziert. Die meisten Pluspunkte gehen aber auf das Konto der Naturlatexmatratze.
  • Es gibt Menschen, die gegen den Stoff Latex allergisch sind. Das sollte vor einer Anschaffung ausgeschlossen werden.
  • Hochwertiges Naturlatex hat seinen Preis. Daher sind Matratzen, die zu 100% aus Naturlatex bestehen sehr teuer.
  • Durch das hohe Raumgewicht sind reine Latexmatratzen sehr schwer.

So macht sich Bruno die Vorteile von Naturlatex zu Eigen



Bei unserer Matratze kommt eine Schicht aus 100% Naturlatex zum Einsatz, um für eine besonders gute Druckentlastung und Punktelastizität zu sorgen. Diese wird ergänzt um einen Kern aus Kaltschaum. So werden die vorteilhaften Eigenschaften einer Latexmatratze mit denen einer Kaltschaummatratze kombiniert. Durch den Kaltschaumkern werden verschiedene Zonen in die Schlafunterlage eingearbeitet, die stark belastete Stellen – wie Schultern oder Becken – tiefer einsinken lassen. Diese Zonen sorgen durch Verbesserung der Lagerung der Wirbelsäule für eine optimale Entspannung.