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Kaltschaum oder Komfortschaum, was ist besser geeignet?

Kaltschaum oder Komfortschaum, was ist besser geeignet?

Erschienen am: Oktober 13, 2026
Autor: Bruno Interior

Kaltschaum, Komfortschaum, Viscoschaum, Latexschaum - bei dieser Auswahl an Matratzenarten fällt die Auswahl schwer und man verliert schnell den Überblick. Insbesondere die Unterscheidung von Kaltschaum und Komfortschaum ist nicht ganz einfach.
Aber: Wir helfen weiter und geben Ihnen einen Überblick. 

Welche Art von Schaumstoff ist der richtige für mich?

Matratzen gibt es in verschiedenen Materialien zu kaufen. Die Unterschiede liegen vor allem in der Qualität, der Atmungsaktivität und der Elastizität.
Bei der Wahl des richtigen Materials kommt es vor allem auf Ihre Bedürfnisse an.
Nachdem Sie diese bestimmt haben und vor allem auch Ihre persönlichen Liegegewohnheiten und Ihr Schlafverhalten kennen, können Sie sich aus unserer Übersicht die Matratzenart aussuchen, die am besten zu Ihnen passt!

Viscoschaum

Charakteristisch für diesen punktelastischen Schaum ist seine „Memory-Beschaffenheit“. Durch die eigene Körperwärme passt sich der Schaum optimal an den Körper an und sorgt damit für eine hohe Druckentlastung. Wenn die Position verändert wird, passt sich der Schaum wieder entsprechend an und geht nach dem Aufstehen langsam wieder in seinen Ursprungszustand zurück. Das Material ist aber sehr weich im Vergleich zu Kaltschaum.

Latex

Latex besitzt eine hohe Elastizität und hat eine leicht federnde Wirkung. Auf Grund seiner Punktelastizität passt er sich der Körperkontur an. Nach der Belastung geht er unmittelbar in den Ursprungszustand zurück. Seitenschläfer, Bauchschläfer oder Rückenschläfer werden hier fündig – Latex ist für nahezu alle Schlaftypen geeignet.

Kunststoff Polyurethan (PU- oder PUR-Schaum)

Komfortschaummatratzen und Kaltschaummatratzen gehören beide zur Kategorie der Schammatratzen und bestehen aus dem Kunststoff Polyurethan. Dieses Material ist besonders leicht und lässt sich gut rollen, was für einen unkomplizierten Transport von Vorteil ist.
Außerdem sind Kaltschaum- und Komfortschaummatratzen besonders gut für Allergiker geeignet, da sie keinen Nährboden für Milben bieten.
Allerdings raten wir Personen mit hohem Körpergewicht von Schaummatratzen ab, da die Gefahr besteht, dass sich schnell Kuhlen bilden.

Was ist der Unterschied zwischen Kaltschaum und Komfortschaum? 

Komfortschaum und Kaltschaum sind beides beliebte Füllung für Matratzen. Die beiden Begriffe hören sich nicht nur sehr ähnlich an, Komfortschaum- und Kaltschaummatratzen sind sich auch in ihrer Beschaffenheit recht ähnlich. Allerdings unterscheiden Sie sich in Ihrer Herstellung, woraus sich ein paar Unterschiede ergeben. 

Zuerst die Gemeinsamkeiten: Beide Matratzenarten bestehen aus dem oben näher erklärten Kunststoff Polyurethan (PU- oder PUR-Schaum).

Bei Komfortschaum wird zunächst das Polyurethan unter Hitzeeinwirkung aufgeschäumt. Der Schaum härtet anschließend aus und kann dann weiterverarbeitet werden. 

Der Vorteil von Komfortschaum ist vor allem die gute Luftzirkulation, wodurch die Unterlage besonders atmungsaktiv ist. Insbesondere für Personen, die nachts viel schwitzen, ist Komfortschaum daher geeignet. 

Weiterhin kommt es hier auch auf Ihr Körpergewicht bzw. Körpergröße an: Komfortschaum weist eine geringe Strauchhärte auf. Strauchhärte beschreibt, wie viel Kraftbenötigt wird, damit der Schaumstoff wieder zu seiner ursprünglichen Form zurückfindet. Also: Desto geringer die Strauchhärte, desto weniger Kraft wird dafür benötigt, dass der Schaumstoff zurück in seiner Form kehrt. Dadurch ist der Schaum besonders für leichte Personen geeignet, die gerne weich liegen. 

Kaltschaum hingegeben, wird, wie der Name bereits vermuten lässt, im Kaltverfahren hergestellt. Hierbei erfolgt eine chemische Reaktion, die zur gewünschten Form des Schaums führt. Nach dem Aushärten wird der Kaltschaum in einem speziellen Verfahren „gecrusht“, damit sich die Poren öffnen.

Dadurch ist Kaltschaum deutlich offenporiger als Komfortschaum und weist zusätzlich eine höhere Materialdichte auf.

Kaltschaum ist besonders für Personen geeignet, die Rückenprobleme haben. Da er etwas härter als Komfortschaum ist, kann er dem Rücken besseren Halt geben. Auch die hohe Punktelastizität, also die Art und Weise, wie die Unterlage an bestimmten Stellen nachgibt, kann die Wirbelsäule optimal entlasten und Verspannungen und Rückenprobleme vorbeugen.

Was sind die Vorteile und Nachteile von Kaltschaum?

Die erläuterten Vorteile machen Kaltschaum zu dem beliebtesten und am häufigsten verwendeten Material für Matratzen. Dieses hochwertige Material schenkt besonders hohen Schlafkomfort und überzeugt durch seine Punktelastizität.
Besonders empfehlenswert ist er für unruhige Schläfer und auch für Doppelbetten, da sich der Kaltschaum sehr schnell wieder in die Ursprungsform begibt, wodurch geräuschloser Schlaf sichergestellt wird.
Kaltschaum ist atmungsaktiv und somit auch für Menschen, die schnell schwitzen bestens geeignet. Das Liegegefühl ist dynamisch und federleicht.

Fazit

Ob Kaltschaum oder Komfortschaum, beide Varianten sind sich sehr ähnlich und zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders leicht sind. Außerdem von Vorteil: Bei beiden Varianten nimmt man Bewegungen kaum wahr, wodurch geräuschloses Schlafen gewährleistet wird.

Auch in punkto Haltbarkeit überzeugen sie, denn sie sind langlebig und formstabil. Und das Wichtigste: Auch in punkto Liegekomfort überzeugen sie. Hier liegt die Kaltschaummatratze, durch ihre hohe Punktelastizität, noch vor der Komfortschaummatratze. Die wiederum durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt.
Neigen Sie also zu Rückenbeschwerden, sollten sie eher zu Kaltschaummatratze greifen. Wenn Sie nicht unter Rückenschmerzen leiden und auf den Preis achten, dann ist die Komfortschaummatratze die richtige Wahl!